Bestattungsformen

Herbstwald

„Weißt du eigentlich, wie du mal bestattet werden willst?“ Würden Sie so eine Frage Ihren Eltern, Kindern oder Ihrem Lebenspartner stellen? Solche Fragen sind unangenehm, manchmal aber auch der Beginn eines ernsten, bewegenden und guten Gespräches. Es geht hier um die Entscheidung für eine Erdbestattung oder Feuerbestattung. 

Im Lauf der Geschichte haben sich in Deutschland vor allem zwei Formen eingebürgert, die Beerdigung, also Erdbestattung, und die Feuerbestattung. Daneben werden noch Seebestattung und in jüngster Zeit die so genannte alternativen, naturnahen Bestattungsformen angeboten.

So spielen die Elemente Erde, Feuer und Wasser bei den Vorstellungen des Überganges vom Diesseits zum Jenseits in vielen Religionen der Welt eine tragende Rolle. Sie symbolisieren Ewigkeit, Vergänglichkeit und den Kreislauf von Werden und Vergehen auf unterschiedliche Art und Weise.

Das Element Erde steht für die Materie. Es symbolisiert das Werden und Vergehen als natürlichen Prozess. Der dreimalige Erdwurf beim Begräbnis erinnert bis heute daran, dass der Mensch zur Erde zurückkehrt.

In vielen Kulturen symbolisiert das Feuer Reinigung und Läuterung. Auch Wasser steht für Reinigung ebenso wie für den Ursprung des Lebens. In der griechischen Mythologie trennen Flüsse das Reich der Lebenden von dem der Toten.

Während die Unversehrtheit des Körpers im Islam und Judentum nach wie vor zentral ist, sind Erd- und Feuerbestattung im Christentum inzwischen weitgehend gleichbedeutend.

Die Kremation, also Feuerbestattung, ist die Voraussetzung für eine Seebestattung und für modernere Formen der Bestattung, wie z.B. naturnahen Bestattungsformen in Wäldern oder auf Almwiesen (Naturbestattungen). Auch Friedhöfe bieten heute oft in dafür ausgewiesenen Waldarealen Möglichkeiten zur Naturbestattung.

Blätter

Ungewöhnliche Bestattungsarten sind immer wieder Inhalt von Berichten in den Medien und im Fernsehen. Bei solchen besonderen Wünschen, etwa der Verarbeitung der Asche eines Verstorbenen zu einem synthetischen Diamanten oder einer Luftbestattung (Verstreuen der Asche in der Luft vom Heißluftballon aus) ist es wichtig, seinen Wunsch rechtzeitig zu Lebzeiten festzuhalten und diesen auch genau zu bedenken. Auch gesetzliche Bestimmungen sind hierbei zu beachten. Nicht alle angebotenen Formen sind für einen guten Trauerprozess bei Angehörigen förderlich.

Jeder Mensch kann durch eine letztwillige Verfügung Anordnungen über Art und Ort seiner Bestattung und deren Ausgestaltung treffen oder in einem Vorsorgevertrag individuelle Wünsche angeben und gleichzeitig finanziell absichern. Fehlt es an einer Willensäußerung des Verstorbenen, sind die Angehörigen – zunächst Ehegatte, Kinder oder nähere Verwandte – berechtigt, über Art und Ort der Bestattung zu entscheiden.

Die Entscheidung für eine Erdbestattung oder Feuerbestattung hängt von den eigenen weltanschaulichen und religiösen Überzeugungen, aber auch von praktischen Erwägungen, etwa dem Bestehen eines Familiengrabes ab.

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